Presse und News der Medizinischen Akademie für Rehabilitation
LEITUNG: PROF. DR. MEHRHOLZ

1. Kompetenznetzwerk Hygiene

2. Forschungsschwerpunkt: Beatmungsentwöhnung in der Rehabilitation

3. Forschungsschwerpunkt: Elektromechanische Gangrehabilitation

4. Forschungsschwerpunkt: Elektromechanische Armrehabilitation
 

08.11.2013 - Cochrane Review zeigt großen Nutzen für elektromechanisch-assistiertes Gehtraining


 

Nach einem Schlaganfall sind mehr als 2/3 aller Betroffenen in ihrer Gehfähigkeit eingeschränkt. Rehabilitationsansätze die die Gehfähigkeit von Personen nach einem Schlaganfall verbessern sind daher von allergrößtem Interesse.

In einer neuen Cochrane Übersichtarbeit hat nun eine Team um Prof. Mehrholz gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der TU Dresden, Prof. Kugler und Herr Elsner vom Bereich Public health ein Cochrane Review inklusive Metaanalysen mit dem höchstmöglichen klinischen Evidenzgrad durchgeführt und publiziert. Mit dieser Studie konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass
Personen nach einem Schlaganfall die ein elektromechanisch-assistiertes Gehtraining und Physiotherapie erhalten, mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit wieder selbstständig gehen als Personen, die nur konventionelles Gangtraining erhalten. „Interpretiert man die Effekte statistisch könnte jede fünfte (!) Abhängigkeit beim Gehen nach einem Schlaganfall durch die Anwendung von elektromechanisch gestützten Geräten verhindert werden.“ So Prof. Mehrholz im Interview.
Die Effekte waren um so stärker je eher das Gehtraining begonnen wurde und je schwerer die Patienten initial betroffen waren. Ebenso zeigte sich, dass Endeffektogeräte hinsichtlich der Gehgeschwindigkeit gegenüber Exoskelletongeräten überlegen scheinen.

Link:
Mehrholz J, Elsner B, Werner C, Kugler J, Pohl M.
Electromechanical-assisted training for walking after stroke.
Cochrane Database Syst Rev. 2013 Jul 25;7:CD006185. doi: 10.1002/14651858.CD006185.pub3.
Link: pdf

Mehrholz, J., Elsner, B., Werner, C., Kugler, J., und Pohl, M.
Electromechanical-assisted training for walking after stroke: Updated evidence.
Stroke (2013) 44; S. 127-128
Link: http://www.springerlink.com/content/g4g1l31x342m3874/




08.11.2013 -„Strom durch’ s Gehirn bei Sprachstörungen nach Schlaganfall“

Übersichtsarbeit zur nichtinvasiven Hirnstimulation publiziert


Das wissenschaftliche Institut unter Leitung von Prof. Mehrholz hat gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der TU Dresden, Prof. Kugler und Herr Elsner vom Bereich Public Health eine Forschungsarbeit zur Wirksamkeit der transkraniellen Galvanisation (transcranial Direct Current Stimulation, tDCS) in einem der am häufigsten zitierten Journale im Bereich der Schlaganfallforschung, der renommierten Cochrane Library publiziert.

„Wir konnten zeigen, dass das Verfahren der transkraniellen Galvanisation, welches als eine neue Wunderwaffe unter anderem in der Neurorehabilitation nach Schlaganfall gehandelt wird, die Fähigkeit des Benennens von Bildern bei Menschen mit Aphasie nach Schlaganfall steigern kann. Es bleibt jedoch unklar, ob sich diese Effekte auch auf die Alltagskommunikation auswirken.“ so Prof. Mehrholz, der Doktorvater von Bernhard Elsner.
Insgesamt konnte erstmals gezeigt werden das der wahrscheinlich am viel versprechendste Ansatz die kathodale transkranielle Galvanisation über der nicht lesionierten Hirnhälfte ist, andererseits zeigten sich insgesamt noch keine optimalen Effekte.

Elsner B, Kugler J, Pohl M, Mehrholz J. Transcranial direct current stimulation (tDCS) for improving aphasia in patients after stroke. Cochrane Database Syst Rev. 2013 Jun 25;6:CD009760. doi: 0.1002/14651858.CD009760.pub2.

Link: pdf


17.08.2011 - Diagnostikstudie zu Criticall-illness-Polyneuropathie publiziert


 

Bisher existieren kaum Studienergebnisse zur Diagnosesicherheit und -ausschlusssicherheit der fachärztlich-neurologischen Untersuchung sowie zum zusätzlichen diagnostischen Nutzen elektrophysiologischer Untersuchungen bei Patienten mit Verdacht auf Critical-illness-Polyneuropathie und -Polymyopathie bei Langzeitintensivtherapie.

Ziel einer nun publizierten Untersuchung (1) war es daher, die diagnostische Güte der oben genannten Untersuchung zu prüfen.

Bei 280 Patienten erfolgten sowohl eine klinische fachärztliche- neurologische Untersuchung als auch eine elektrophysiologische Diagnostik durch einen weiteren Facharzt. Im untersuchten Kollektiv betrug die größtmögliche Diagnosesicherheit (positiver prädiktive Wert) der klinischen Untersuchung 97,9% (95%KI: 69,4–99,9) und die beste Diagnoseausschlusssicherheit (negativer prädiktiver Wert) betrug 88,9% (95%KI: 82,7–93,0).

Die Autoren um Prof. Oehmichen, Prof. Pohl und Prof. Mehrholz schlussfolgern nun, dass sich
bei Patienten mit kompliziertem Weaning und einer durch fachärztlich-klinische Untersuchung als wahrscheinlich beurteilten Diagnose der Critical-illness-Polyneuropathie oder -Polymyopathie durch eine elektrophysiologische Untersuchung nur wenig zusätzliche Informationen gewinnen lassen. Und daher scheint die elektrophysiologische Untersuchung in diesen Fällen verzichtbar.

Aktuell sind die Ergebnisse in der Onlineausgabe in der Zeitschrift „Der Nervenarzt“ publiziert
Link: http://www.springerlink.com/content/g4g1l31x342m3874/

Quelle: Oehmichen F, Pohl M, Schlosser R, Stogowski D, Toppel D, Mehrholz J.
[Critical illness polyneuropathy und polymyopathy : How certain is the clinical diagnosis in patients with weaning failure?] Nervenarzt. 2011 Aug 17. [Epub ahead of print] German.


08.08.2011 - Internationale Multizenterstudie zur transkraniellen Hirnstimulation publiziert


 

In einer der bisher größten internationalen multizentrischen Studie wurden die Effekte der transkraniellen Elektrostimulation in Kombination mit repetitiven Üben evaluiert. An diesem mehrjährigen Projekt waren Prof. Marcus Pohl und Prof. Jan Mehrholz beteiligt. Aktuell sind die Ergebnisse in der Onlineausgabe der renommierten amerikanischen Zeitschrift „Neurorehabilitation and Neural Repair“ publiziert.

Obgleich der Ansatz der transkraniellen Hirnstimulation in den letzten Jahren sehr vielversprechend schien, zeigte sich nun in dieser großen mit insgesamt 96 Patienten und methodisch rigoros durchgeführten randomisierten Studie unter Leitung Professors Stefan Hesse (Charité Berlin) überraschend kein Vorteil der anodalen versus der kathodalen Hirnstimulation.

Die Autoren wollen nun in weiteren Studien herausfinden bei welchen Patienten sich transkraniellen Hirnstimulation (als galvanische Durchflutung) eignet und in welcher Kombination diese eingesetzt werden sollte um Körperfunktionen und Selbstständigkeit im Alltag zu verbessern. In diesem Zusammenhang werden in nächster Zeit zwei vom Wissenschaftlichen Institut initiierte Cochrane Reviews zur Thematik erstellt (1 und 2).

1. Transcranial direct current stimulation (tDCS) for improving arm function and activities in daily living in patients after stroke, Bernhard Elsner, Joachim Kugler, Marcus Pohl, Jan Mehrholz

2. Transcranial direct current stimulation (tDCS) for improving aphasia in patients after stroke, Bernhard Elsner, Joachim Kugler, Marcus Pohl, Jan Mehrholz

Link: http://nnr.sagepub.com/content/early/2011/08/06/1545968311413906.abstract

 

17.01.2011 - Institut publiziert Übersichtsarbeit zur Wassergymnastik nach Schlaganfall


IDas Institut hat unter Federführung von Prof. Dr. Marcus Pohl (Chefarzt der Klinik Bavaria Kreischa) und Prof. Dr. Jan Mehrholz (Leiter Institut) sich in den vergangenen Jahren intensiv mit einer Vielzahl an wissenschaftlichen Studien zur Effektivität der Wassergymnastik nach Schlaganfall beschäftigt.
Die ersten Ergebnisse dieses Projekts werden nun am 19.01.2011 in der international renommierten Cochrane Library publiziert.

http://onlinelibrary.wiley.com/o/cochrane/clsysrev/articles/CD008186/frame.html

In dieser wissenschaftlichen Studie wurden die Effektivität, Anwendbarkeit und die Nebenwirkungen der Wassergymnastik zur Verbesserung von Alltagsleistungen und Fitness untersucht. Es zeigte sich, dass insgesamt noch zu wenige Studien existieren, um Fragen zur Effektivität dieser oftmals genutzten Intervention in der Rehabilitation nach Schlaganfall beantworten zu können. Kleinere Studien zeigten allerdings bereits zum Teil viel versprechende Ergebnisse. Gefordert werden nach wie vor weltweit durchgeführte multizentrische Studien und intensive Therapie- und Trainingsansätze, um Alltagsleistungen nach Schlaganfall weiter verbessern zu können.

 

25.02.2010 - Erfolgreiche Habilitation zur Lehrbefähigung Gesundheitswissenschaften/ Public Health


Am 25.02.2010 um 16:30 wurde mit einem wissenschaftlichen Kolloquium im Hörsaal 1 des Medizinisch Theoretischen Zentrums Blasewitzer Straße/ Dresden offiziell und erfolgreich das Habilitationsverfahren (zur Lehrbefähigung Gesundheitswissenschaften / Public Health) vom Institutsleiter Dr. Jan Mehrholz an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden abgeschlossen.

Habilitand Prof. Dr. Jan Mehrholz und sein Habilitationsbetreuer Prof. Dr. Dipl. Psych. J. Kugler  (Lehrstuhl Gesundheitswissenschaften / Public Health der TU Dresden)

Fotos: Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Joachim Kugler (Lehrstuhl Gesundheitswissenschaften / Public Health der TU Dresden, Bild oben) und Dr. Marcus Pohl (Chefarzt im Krankenhaus Kreischa, Bild unten) Prof. Dr. Jan Mehrholz zur Erlangung der wissenschaftlichen Auszeichnung (Habilitation).

Dr. Marcus Pohl, Chefarzt im Krankenhaus Kreischa gratuliert Prof. Dr. Jan Mehrholz zur Erlangung der wissenschaftlichen Auszeichnung (Habilitation)

Die Habilitation ist ein Nachweis der besonderen Befähigung zur Forschung und zur eigenständigen Lehre in einem Fachgebiet. Mit der Habilitation wird nach sächsischem Hochschulgesetz die Lehrbefugnis zuerkannt. Ein herzliches Dankeschön des Instituts an alle Kollegen für die großartige Unterstützung auf dem Weg dorthin.

 

25.01.2010 - Laufbandtraining bei Patienten mit Parkinson verbessert Gehen


Der Einsatz von Laufbandtraining kann bei Patienten mit Parkinson wichtige Gangparameter deutlich verbessern.

In einer systematischen Übersichtsarbeit einer internationalen Forschergruppe unter Leitung des wissenschaftlichen Instituts Kreischa wurden alle derzeitig vorhandenen wissenschaftlichen Publikationen zusammengefasst und ausgewertet. Die Ergebnisse liegen in der aktuellen Ausgabe der Cochrane Library vor. Die Cochrane-Forschergruppe schlussfolgert, dass der Einsatz von Laufbandtraining bei Patienten mit Parkinson bedeutende Gangparameter wie Gehgeschwindigkeit und Schrittlänge verbessert.

Die Forscher analysierten die Daten von insgesamt 203 Patienten. Verglichen wurde Laufbandtraining mit Therapie ohne Laufbandtraining. Die Therapieeffekte wurden für Gehgeschwindigkeit, Schrittlänge, Kadenz und Ausdauer berechnet. Laufbandtraining verbesserte alle diese Parameter bis auf Kadenz.
„ Laufbandtraining scheint eine sichere und effektive Methode zu sein um die Gehfähigkeit von Patienten mit Parkinson zu verbessern“ so Prof. Dr. Jan Mehrholz, vom Wissenschaftlichen Institut in Kreischa. „Wir fanden sehr wenig Nebenwirkungen und die Patienten hielten die Therapie für gewöhnlich auch durch“

Allerdings ist bis dato die Zahl der Studien zu diesem Thema begrenzt und die Ergebnisse sollten demnach noch vorsichtig belastet werden. „Nach wie vor gibt es einen großen Bedarf an klinischen Studien zum Laufbandtraining bei Patienten mit Parkinson.“ So Jan Mehrholz. „Wir benötigen noch Antworten auf so einfache Fragen wie z.B.: Wie lange sollte trainiert werden? und „Wie oft in der Woche?

Quelle: Mehrholz J, Friis R, Kugler J, Twork S, Storch A, Pohl M. Treadmill training for patients with Parkinson’s disease. Cochrane Database of Systematic Reviews 2010, Issue 1. Art. No.: CD007830. DOI: 10.1002/14651858.CD007830.pub2.

Link::http://www.mrw.interscience.wiley.com/cochrane/clsysrev/articles/CD007830/frame.html
Podcast (english):
http://www.cochrane.org/podcasts/review_summaries/2010issue1/issue1_2010_treadmill.html

Weiterführender Link zu einem weiteren aktuell publizierten Forschungsprojekt des Instituts:http://www.mrw.interscience.wiley.com/cochrane/clsysrev/articles/CD008186/frame.html

Weitere Links:

http://www.medscape.com/viewarticle/716069

http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/news/fullstory_94580.html

http://in.reuters.com/article/health/idINTRE60P5XC20100126

http://katekelsall.typepad.com/my_weblog/2010/01/better-walking-through-treadmill-training.html

http://www.themedguru.com/20100121/newsfeature/treadmill-workouts-benefit-parkinson-s-patients-86131878.html

http://www.digitaljournal.com/article/286057

http://www.elements4health.com/treadmill-training-improves-movement-in-parkinsons-disease-patients.html

http://www.michaeljfox.org/newsEvents_parkinsonsInTheNews_article.cfm?ID=596

http://blog-pfp.org/2010/01/22/treadmill-training-improves-walking-in-parkinsons/

http://www.physorg.com/news183152609.html

http://www.nwpf.org/News.aspx?Item=3196

http://blog.taragana.com/health/2010/01/20/treadmill-training-boosts-movements-in-parkinsons-patients-18477/

http://www.thaindian.com/newsportal/health/treadmill-training-boosts-movements-in-parkinsons-patients_100306676.html

http://www.sciencecentric.com/news/article.php?q=10012071-parkinsons-treadmill-training-improves-movement

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/morbus_parkinson/article/586660/training-laufband-laesst-parkinson-kranke-stabiler-gehen.html

 

 

09.12.2009 -Institut gewinnt 1. Posterpreis für Arbeiten zur elektromechanisch-assistierten Gangrehabilitation 2009

Am Samstag, den 5.12.2009 wurde es offiziell:
Der 1. Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für neurologische Rehabilitation (DGNR) und der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie und klinische Neurorehabilitation (DGNKN) wurde auf der gemeinsamen Jahrestagung in Berlin dem wissenschaftlichen Institut zugesprochen.
Der Posterpreis der beiden bedeutendsten deutschen Fachgesellschaften zur Neurorehabilitation geht an Herrn Prof. Mehrholz und seine Kollegen für folgenden Beitrag:

P4 02
"Elektromechanische Gangrehabilitation nach Schlaganfall:
Ein aktualisiertes systematisches Cochrane Review mit Metaanalyse"

Mehrholz J1, 4, Werner C2, Kugler J3 und Pohl M1
1 Wissenschaftliches Institut, Klinik Bavaria Kreischa
2 Schlaganfallzentrum Berlin, Berlin - Tegel, Medicalpark
3 Lehrstuhl Public Health der Medizinischen Fakultät, TU Dresden
4 Lehrstuhl Therapiewissenschaften, SRH FH für Gesundheit Gera

 

 

30.07.2009 -Multizentrische randomisierte Studie zur Erholung nach Schlaganfall publiziert

Die Ergebnisse einer langfristig angelegten multizentrischen klinischen Studie zur Erholung der Armfunktion nach Schlaganfall sind nun veröffentlicht. In diesem langjährigen wissenschaftlichen Projekt wurde die spezifische therapeutische Effektivität eines schädigungsbasierten Armtrainings nach Schlaganfall untersucht.
An dieser Studie, welche nach höchsten wissenschaftlichen Kriterien der evidenzbasierten Medizin durchgeführt wurde, war auch wesentlich das Institut mit Dr. Marcus Pohl (Chefarzt der Klinik Bavaria Kreischa) und Prof. Dr. Jan Mehrholz (als Leiter wissenschaftliches Institut) beteiligt.

Die Ergebnisse der Untersuchung, welche zeigen dass nicht nur der Umfang der Therapie in der Rehabilitation von Hand-Arm-Funktionen sondern auch die Therapieinhalte der Rehabilitation entscheidend sind liegen nun in der Online-Ausgabe einer der international renommiertesten Zeitschrift zur Schlaganfallrehabilitation,
Neurorehabilitation and Neural Repair“ [PDF] (http://nnr.sagepub.com) vor.1

1. Platz T, van Kaick S, Mehrholz J, et al. Best Conventional Therapy Versus Modular Impairment-Oriented Training for Arm Paresis After Stroke: A Single-Blind, Multicenter Randomized Controlled Trial. Neurorehabil Neural Repair 2009:1545968309335974.

 

15.04.2009 - Institut publiziert internationale Übersichtsarbeiten zur Armfähigkeit nach Schlaganfall und zur Gangrehabilitation von Personen mit Parkinson


Das Institut hat unter Federführung von Dr. Marcus Pohl (Chefarzt der Klinik Bavaria Kreischa) und Prof. Dr. Jan Mehrholz (Leiter Institut) sich in den vergangenen Jahren intensiv mit einer Vielzahl an wissenschaftlichen multizentrischen Studien zur Verbesserung von Armfähigkeiten nach Schlaganfall beschäftigt.


Ein neues Projekt des Instituts wurde nun vor wenigen Tagen in der international hochrenommierten Zeitschrift Stroke publiziert. http://stroke.ahajournals.org/cgi/content/abstract/STROKEAHA.108.536219v1
In dieser wissenschaftlichen Arbeit wurden die Effektivität, Anwendbarkeit und die Nebenwirkungen von Roboter-assitierten und elektro-mechanischem-Armtraining untersucht.

Dr. Mehrholz und Dr. Pohl beschreiben hier, dass durch die Anwendung von assistiven Technologien wie Robotern und Übungsgeräte zur Behandlung der Armmotorik derzeit zwar einerseits Kraftverbesserungen zu erwarten sind. Andererseits müssen für Verbesserungen für die Patientenseitig so bedeutenden Alltagsaktivitäten noch weit größere Studien für den Einsatz von Robotern und anderen Geräten gefordert werden um deren Routineeinsatz wissenschaftlich-eindeutig rechtfertigen zu können.

Darüber hinaus initiiert das Institut unter Federführung von Dr. Marcus Pohl (Chefarzt der Klinik Bavaria Kreischa) und Dr. Jan Mehrholz eine systematische Evaluation von Strategien zur Verbesserung des Gehens von Patienten mit Parkinson.


Das internationale Projekt (u.a. Faculdade de Medicina, de Universidade de Lisboa, Portugal und California State University, Long Beach, California, USA) ist eine von mehreren Kooperationen mit der medizinischen Fakultät der TU Dresden (Prof. Dr. Kugler, Prof. Dr. Storch). Geplant ist, Studien zum Laufbandtraining zu recherchieren und hinsichtlich der Effektivität, Übertragbarkeit und deren praktischen Nutzens für die genannte Patientengruppe zu evaluieren. Eine erste detaillierte Publikation zu diesem wissenschaftlichen Projekt erscheint am 15. April in der international renommierten Cochrane Library.

 

17.09.2008 - Institut gewinnt Förderpreis für Arbeiten in den Neurowissenschaften 2008


 

Der vom Trägerverein „Neurologisches Rehabilitationszentrum Jugendwerk Gailingen e. V.“ alle zwei Jahre vergebene Förderpreis für Arbeiten in den Neurowissenschaften geht 2008 an Prof. Dr. Jan Mehrholz, für seine in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Institut der Klinik Bavaria in Kreischa (www.rehabilitationsforschung-kreischa.de) und der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden (Lehrstuhl für Gesundheitswissenschaften /Public Health, Prof. Dr. Joachim Kugler) erstellte Studie „Gehfähigkeit, Alltagskompetenz und Lebensqualität von Patienten nach Schlaganfall: Langzeitergebnisse einer randomisierten und kontrollierten Studie“. Die Preisverleihung findet am Mittwoch, 8.Oktober 2008, in Gailingen statt.

 


11.09.2008 - Pressespiegel

 

Pressespiegel aus: "Ärztezeitung"
Ausgabe vom 11.09.2008
Technik aus dem Leistungssport hilft Kranken, gehen zu lernen


Patienten, die als Erwachsene das Laufen neu lernen müssen, werden in der Reha- Klinik Bavaria in Kreischa bei Dresden betreut. Bei der Rehabilitation setzt man auf eine Technik aus dem Hochleistungssport...

Technik aus dem Leistungssport hilft Kranken, gehen zu lernen